WELTURAUFFÜHRUNG
31. Oktober 2018

Ab März 2019 im Kino
 

Trailer

Synopsis

Die Tage wie das Jahr zeigt das Leben und die landwirtschaftliche Arbeit von Gottfried und Elfie auf einem kleinteiligen Gehöft im Waldviertel – Niederösterreich. Die beiden haben sich konsequent für eine „kleine“ Wirtschaftsweise entschieden, betrachten ihre Tiere als Lebewesen und den Boden als eigenen Kosmos.

Der Film heftet sich diesem Leben auf die Spur, baut ohne Kommentar und Erklärung eine Erzählung auf, die die verbreitete ressourcenzerstörende Praxis des Landwirtschaftens und ungezügelten Verbrauchens ad absurdum führt und spüren lässt: Es geht auch anders. Dieser Eindruck sollte sich über die Bildsprache und Erzählweise vermitteln, ganz im Sinn von John Berger, dessen Arbeit eine wichtige Anregung für diesen Film war:

Eine Bilderfolge bietet keinen verbalen Schlüssel an. Täte man es, so würde man den Erscheinungen eine einzige verbale Bedeutung aufnötigen. Doch Erscheinungen sind in sich vieldeutig, haben mehrere Bedeutungen. Darum ist das Visuelle so erstaunlich, ist das Gedächtnis, das auf dem Visuellen beruht, freier als der Verstand.
John Berger / Jean Mohr, Eine andere Art zu erzählen

Ich habe ein Jahr lang die Arbeit und das Leben meiner beiden Protagonisten begleitet und versucht, in deren Arbeitsprozesse und Rhythmen einzutauchen. Dies wurde möglich durch die lange Drehzeit und den Umstand, dass mein „Labor“, also mein Arbeits- und Untersuchungsort vor meiner Haustür gelegen ist. Das Labor, um bei diesem Vergleich zu bleiben, konfrontiert mich persönlich besonders mit den Themen Konsequenz. Wie kann ich der Konsequenz des Handelns meiner Protagonisten mit meinem Handeln als Filmschaffender entsprechen? Diese Frage und diese Auseinandersetzung war Triebfeder des gegenständlichen Films und seiner ästhetischen Ausrichtung.

Con­tent


OTHMAR SCHMIDERER
ÜBER DEN FILM

Die Tage wie das Jahr knüpft an frühere Arbeiten an. Zum einen an Am Stein (1998), in dem ich mich mit dem Komplex Almwirtschaft und Vermarktung der Alpen beschäftigt habe. Zum anderen an Im Augenblick – Die Historie und das Offene (2013), einer gemeinsamen Arbeit mit Angela Summereder, die das Verhältnis Mensch und Tier auslotet.

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STEFAN SETTELE
KEIN BESONDERER BLICK – ANMERKUNGEN ZU OTHMAR SCHMIDERERS DIE TAGE WIE DAS JAHR

Er verstehe sich, sagt Bauer Gottfried Neuwirth ganz zu Beginn, noch über den Schwarzfilm des Vorspanns gesprochen, eher als Hüter seines Landes denn als ein beharrlich auf Ertragssteigerung ausgerichteter Bauer. Dass diese vorangestellte, isolierte Selbstauskunft dann auch die einzige außerhalb eines Arbeitszusammenhangs vernehmbare Einlassung bleiben wird, darf für die Architektur des gesamten Films von Othmar Schmiderer als programmatisch gelten.

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FILM CREDITS

OTHMAR SCHMIDERER BIO/FILMOGRAFIE

ANGELA SUMMEREDER BIO/FILMOGRAFIE

ARTHUR SUMMEREDER BIO/FILMOGRAFIE
 

SCREENINGS

 

 

31. Oktober 2018, 16 Uhr
CineStar 8

3. November 2018, 13.15 Uhr
CineStar 4

4. November 2018, 16.30 Uhr
Passage Kinos Astoria

 

Kontakt / Presse

PRODUKTION / VERLEIH
Othmar Schmiderer Filmproduktion
Kellerhausgasse 1
3484 Grafenwoerth, Österreich
M +43 (0) 676 602 8570
o.schmiderer@aon.at
www.othmarschmiderer.at

PRESSEBETREUUNG
Ines Kratzmüller
M +43 699 12641347
ines@kratzmüller.com

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